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KatRetter im Landkreis Leipzig: Wenn jede Minute zählt

Zum internationalen Tag der Katastrophenvorsorge erinnert der Landkreis Leipzig an die Ersthelfer-App »KatRetter«. Seit April 2026 ergänzt sie den Rettungsdienst bei Herz-Kreislauf-Stillständen. Inzwischen sind 368 Ersthelferinnen und Ersthelfer registriert.

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Je früher jemand mit der Wiederbelebung beginnt, desto besser sind die Chancen für den Betroffenen. Bis der Rettungsdienst eintrifft, können jedoch einige Minuten vergehen. Hier setzt KatRetter an.

Geht in der Integrierten Regionalleitstelle ein Notruf mit dem Einsatzstichwort »Herz-Kreislauf-Stillstand / Reanimation« ein, alarmiert das System parallel zum Rettungsdienst registrierte Ersthelferinnen und Ersthelfer in der Nähe. Wer den Einsatz übernimmt, macht sich direkt auf den Weg und kann bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit der Wiederbelebung beginnen.

»Mit der App lassen sich registrierte Ersthelfer in der Nähe eines Notfallortes orten und gezielt alarmieren«, erklärt Landrat Henry Graichen. »So können sie innerhalb der ersten fünf bis acht Minuten eintreffen und helfen, wertvolle Zeit zu gewinnen.«
 

Seit April 2026 nutzt der Landkreis Leipzig KatRetter. Mittlerweile haben sich 368 Ersthelferinnen und Ersthelfer registriert. Das System hat sie seitdem 67-mal alarmiert.

KatRetter ersetzt den Rettungsdienst nicht. Die Ersthelfer überbrücken die Zeit, bis Rettungswagen und Notarzt eintreffen. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand können sie sofort mit der Herzdruckmassage beginnen und so die Zeit verkürzen, in der der Betroffene keine Hilfe erhält.

Der Landkreis richtet sich derzeit vor allem an Menschen mit medizinischer Ausbildung oder entsprechender Qualifikation. Dazu gehören Ärztinnen und Ärzte, Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, Mitarbeitende des Rettungsdienstes sowie Angehörige der Feuerwehren.

»Je mehr qualifizierte Ersthelfer bei KatRetter registriert sind, desto größer ist die Chance, dass sich bei einem Notfall jemand in der Nähe befindet“, sagt Dr. med. Robert Stöhr, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst im Landkreis Leipzig. »Gemeinsam mit den Hilfsorganisationen und Kliniken wollen wir deshalb weitere Helfer für KatRetter gewinnen.«


368 Ersthelferinnen und Ersthelfer sind bereits registriert. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann sich ebenfalls bei KatRetter anmelden und im Notfall helfen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Zum internationalen Tag der Katastrophenvorsorge gilt unser Dank allen, die sich haupt- oder ehrenamtlich für die Sicherheit und schnelle Hilfe im Landkreis einsetzen – im Rettungsdienst, bei den Feuerwehren, beim THW, in den Hilfsorganisationen und im Katastrophenschutz sowie als Ersthelferinnen und Ersthelfer. Danke für Ihren Einsatz, Ihre Zeit und Ihre Bereitschaft, für andere da zu sein, wenn Hilfe gebraucht wird.