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Wasserwacht

Gemeinschaftsleiter Wasserwacht

Maik Hermsdorf

wasserwacht.ov-borna(at)drk-leipzig-land.de

Bahnhofstraße 56
04552 Borna

Ortsgruppe Wasserwacht des OV Borna

Viele Kameraden sind in den Sommermonaten in den Freibädern und an den Seen der Region im Einsatz. Einmal im Jahr richten wir ein "Trainingslager" aus. Zelte, Bungalows oder Jugendherbergen alles egal, solange Wasser in der Nähe ist.

Ab Oktober sind wir dann wieder alle in der Schwimmhalle und trainieren wieder für den Sommer.

Training heißt nicht nur Fertigkeiten zur Wasserrettung auszubauen, sondern bedeutet auch Kenntnisse der Ersten Hilfe und des Sanitätsdienstes zu erlangen.

Die Rettungsschwimmer treffen sich jeden Donnerstag in der Bornaer Schwimmhalle und trainieren ihre Fertigkeiten. Ganz am Anfang steht natürlich die technische Grundausbildung der Schwimmarten. Konditionstraining darf natürlich auch nicht fehlen. Und dann, na klar wir sind Rettungsschwimmer: Umgang mit ABC-Geräten (Flossen, Schnorchel, Brille), Umgang mit Rettungsgeräten (im Sommer am See die Rettungsbote), Befreiungsgriffe, Abschleppgriffe, Transportgriffe.

Wer Interesse am Rettungsschwimmen hat, kann sich donnerstags zu den Trainingszeiten im Jahnbad Borna beim Trainer melden. Unsere Rettungsschwimmer trainieren donnerstags 17.00 - 18.00 Uhr.

  • Rettungsschwimmen - Training

    Die Rettung aus dem Wasser ist die erste wichtige Teilaufgabe des Rettungsschwimmers. Am Ufer oder im Rettungsboot sind die Maßnahmen der Ersten Hilfe (Herz-Lungen-Wiederbelebung) durchzuführen. Auch dazu ist ein ständiges Training und der aktuellste Wissensstand erforderlich.

    Rettungsschwimmer der Wasserwacht handeln nach den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes. Alle vom DRK ausgebildeten Rettungsschwimmer sind sich ihrer Verpflichtung zur Hilfeleistung - als einem Akt der Menschlichkeit - bewusst.

    Um bei Ertrinkungsunfällen sicher und gezielt Hilfe leisten zu können, ist auch die Sicherheit des Ersthelfers von Bedeutung. Ruhe und Besonnenheit sind unbedingte Voraussetzungen für jede Hilfeleistung.

    Der Rettungsschwimmer muss schnell und richtig erkennen, was geschehen ist, überlegen welche Gefahren drohen und zielstrebig - unter Berücksichtigung der jeweiligen Situation und der eigenen Sicherheit - handeln.

    Mit dem Notruf meldet der Helfer das Unfallgeschehen den Behörden oder Rettungsdiensten.

    Der Inhalt eines vollständigen Notrufs lautet:

    • Wo geschah es? (möglichst genaue Angabe des Unfallortes)
    • Was geschah? (kurze Beschreibung der Unfallsituation)
    • Wie viele Verletzte? (Angabe der Zahl der Verletzten)
    • Welche Art der Verletzung?
    • Warten auf Rückfragen!


    Ist außer dem Betroffenen und dem Retter keine weitere Person anwesend und der Notruf kurzfristig nicht absetzbar, geht die Einleitung der Rettung dem Notruf vor.

  • Die Grundsätze für eine Rettung
    1. Jede Rettung sollte, wenn immer möglich, vom Ufer aus erfolgen. Zweckdienliche Verhaltensweisen zurufen bzw. schwimmfähige Gegenständen zuwerfen oder zuschieben.
    2. Ist eine Rettung von Land nicht möglich, ist zu prüfen, ob eine Rettung mit einem Boot oder Ähnlichem nicht schneller und vor allem sicherer erfolgen kann, als durch Anschwimmen. Ein fremdes Boot darf nach § 904 BGB (Notstand) verwendet werden.
    3. Ist eine Rettung durch Anschwimmen nicht zu umgehen, sollten schwimmfähige Hilfsmittel (Rettungsball, Rettungsring) verwendet werden, um eine Berührung mit dem Verunglückten zu vermeiden.
    4. Muss eine Rettung durch Anschwimmen erfolgen, sollte der Retter ebenfalls um Hilfe rufen. Andere Boote oder weitere Schwimmer können den Ersthelfer unterstützen.
    5. Jede Umklammerung durch den Ertrinkenden ist zu vermeiden, denn sie kann tödlich enden.
    6. Eine Rettung ist zu unterlassen, wenn die Verhältnisse die Aussichtslosigkeit des Versuches offenbaren.
    7. Ständiges Üben der Wiederbelebung ist notwendig. Wenn der Ertrunkene nicht mehr atmet, soll möglichst bereits im Wasser mit der Atemspende begonnen werden.
  • Deutsches Rettungsschwimmabzeichen

    Das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen wird in drei Leistungsstufen, Bronze, Silber und Gold vergeben. Alle Abzeichen bestehen aus einem theoretischen und einem praktischen Ausbildungsteil.

    Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Bronze

    • Mindestalter: 12 Jahre
    • 200 Meter Schwimmen in höchstens 10 Minuten (100 m in Bauchlage und 100 m in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit)
    • 100 Meter Schwimmen in Kleidung in höchstens 4 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
    • 3 verschiedene Sprünge aus etwa 1 m Höhe (z.B. Abrenner, Kopfsprung, Paketsprung, Startsprung, Fußsprung)
    • 15 Meter Streckentauchen
    • zweimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, einmal kopfwärts und einmal fußwärts innerhalb von 3 Minuten mit zweimaligem Heraufholen eines 5 kg Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe zwischen 2 und 3m)
    • 50 Meter Transportschwimmen (Schieben)
    • Nachweis der Kenntnisse zur Vermeidung von Umklammerungen sowie Fertigkeit zur Befreiung aus Halsumklammerung und Halswürgegriff von hinten
    • 50 Meter Schleppen mit Achselgriff und dem Fesselschleppgriff nach Flaig
    • kombinierte Übung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
      • 20 m Anschwimmen in Bauchlage, hierbei etwa auf halber Strecke abtauchen auf 2-3 m Wassertiefe und Heraufholen eines 5 kg Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen und das Anschwimmen fortsetzen
      • 20 m Schleppen eines Partners Demonstration des Anlandbringens
    • theoretische Kenntnisse:
      • Nachweis der Kenntnisse von Atmung und Blutkreislauf sowie Durchführung der Wiederbelebung
      • Gefahren an und im WasserHilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung)Aufgaben der Wasserwacht

    Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Silber

    • Mindestalter: 15 Jahre
    • 400 m Schwimmen in höchstens 15 Minuten, davon 50 m in Kraulschwimmen, 150 m Brustschwimmen und 200 m in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
    • 300 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 12 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
    • Sprung aus 3 m Höhe 25 m Streckentauchen
    • dreimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, zweimal kopfwärts und einmal fußwärts innerhalb von 3 Minuten mit dreimaligen Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe zwischen 2 und 3 m)
    • 50 m Transportschwimmen:
      Schieben in höchstens 1:30 Minuten
    • Nachweis der Kenntnisse zur Vermeidung von Umklammerungen sowie Fertigkeiten zur Befreiung aus Halsumklammerung und Halswürgegriff von hinten
    • 50 m Schleppen in höchstens 4 Minuten, beide Partner in Kleidung, je 1/2 Strecke mit Achsel- und einem dem Fesselschleppgriff (Schleppgriff nach Flaig oder Seemannsgriff)
    • Nachweis der Kenntnisse von Atmung und Blutkreislauf sowie Durchführung der Wiederbelebung
    • kombinierte Übung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
      • 20 m Anschwimmen in Bauchlage
      • Abtauchen auf 3-5 m Wassertiefe, Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen
      • Lösen einer Umklammerung durch einen Befreiungsgriff
      • 25 m Schleppen
      • Anlandbringen des Geretteten
      • 3 Minuten Vorführung der Atemspende am Phantom
    • theoretische Kenntnisse:
      • Gefahren am und im Wasser
      • Hilfe bei Bade-, Boots-, und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung)
      • Rechte und Pflichten bei Hilfeleistungen
      • Rettungsgeräte
      • Aufgaben des DRK, insbesondere der Wasserwacht und des Wasserrettungsdienste
    • Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs nicht älter als 3 Jahre

    Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Gold

    • Mindestalter: 16 Jahre
    • Nachweis des DRSA Silber, nicht älter als 3 Jahre
    • 300 m Flossenschwimmen in höchstens 6 Minuten, davon 250 m in Bauch- oder Seitenlage und 50 m Schleppen, Partner in Kleidung (Achselgriff)
    • 300 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 9 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
    • 100 m Schwimmen in höchstens 1:40 Minuten
    • 30 m Streckentauchen, dabei Heraufholen von 10 kleinen Tauchringen oder Tellern, die auf einer Strecke von 20 m in einer höchstens 2 m breiten Gasse verteilt sind; mindestens 8 Stück aufsammeln
    • dreimal Tieftauchen in Kleidung innerhalb von 3 Minuten; das erste Mal mit einem Kopfsprung, anschließend je einmal kopf- und fußwärts von der Wasseroberfläche mit gleichzeitigem Heraufholen von jeweils zwei 5-kg-Tauchringen oder eines gleichartigen Gegenstandes die 3 m voneinander entfernt liegen (Wassertiefe zwischen 3 und 5 m)
    • 50 m Transportschwimmen, beide Partner in Kleidung: Schieben in höchstens 1:30 Minuten
    • Nachweis der Kenntnisse zur Vermeidung von Umklammerungen sowie Fertigkeiten zur Befreiung aus Halsumklammerung von hinten und Halswürgegriff von hinten
    • kombinierte Übung (beide Partner in Kleidung), die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
      • 25 m Schwimmen in höchstens 30 Sekunden
      • Abtauchen auf 3-5 m Wassertiefe, Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen
      • Lösen einer Umklammerung durch einen Befreiungsgriff
      • 25 m Schleppen in höchstens 60 Sekunden mit einem Fesselgriff
      • Anlandbringen des Geretteten
      • 3 Minuten Vorführung der Atemspende am Phantom Handhabung folgender Rettungsgeräte:
      • Retten mit Rettungsball und Leine:
      • 12 m Weitwerfen in einen Zielsektor mit 3 m-Öffnung in 12 m Entfernung:
      • 6 Würfe innerhalb von 5 Minuten, davon 4 Treffer
      • Retten mit Rettungsgurt und Leine (als Schwimmer und Leinenführer)
    • Handhabung gebräuchlicher Wiederbelebungsgeräte
    • Nachweis folgender Kenntnisse:
      • Wiederbelebung (Atemspende)
      • Erste-Hilfe-Maßnahmen
      • Rechte und Pflichten bei Hilfeleistungen
    • Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs nicht älter als 3 Jahre
  • Kurse

    Wir veranstalten regelmäßig Kurse zum Erwerb des Rettungsschwimmabzeichens. Am Ende eines solchen Kurses steht die Prüfung nach den Richtlinien des Deutschen Rettungsschwimm-Abzeichens (DRSA).

    Rettungsschwimmkurs Bronze/Silber

    Die DRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Borna bietet die Möglichkeit zum Erwerb des Deutschen Rettungsschwimmerabzeichens in Bronze und Silber.

    Teilnahmevoraussetzung neben guten Schwimmfähigkeiten und der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit sind:

    für das Abzeichen in Bronze:

    Mindestalter 12 Jahre

    für das Abzeichen in Silber:

    Mindestalter 15 Jahre und eine Ausbildung in Erster Hilfe, welche nicht länger als 2 Jahre zurück liegen darf.

    Der Lehrgang umfasst 12 Unterrichtsstunden und kommt mit mind. 8 Teilnehmern zustande.

    Die Lehrgangsgebühr beträgt 35,- Euro. Für eine Wiederholung bzw. Auffrischung fallen 30,- Euro an.

    Anmeldung unter ov.borna(at)drk-leipzig-land.de